30 Jahre Sozialstation Hettstedt
30 Jahre Pflege mit Herz

Geschichte

Die Sozialstation Hettstedt wuchs über die knapp 30 Jahre bestehen von damals 6 Gemeindeschwestern zum heutigen Tage auf über 140 Mitarbeiter an. Durch die Umwandlung in einen Eigenbetrieb und die Zugehörigkeit der Stadt Hettstedt bieten wir unseren Mitarbeitern eine vernünftige Vergütung durch den TVÖD. Dadurch sind wir Regional ein guter Arbeitgeber für unsere knapp 140 Mitarbeiter und tragen einen Großen teil dazu bei, die Arbeitsfluktation hier im Kreis zu mindern. 1992 startete der Betrieb mit 3 Dienstfahrzeugen (teils über Sponsoren) und ist mittlerweile zu einem Fuhrpark von ca. 46 Dienstfahrzeugen angewachsen. In den Jahren war uns Ford immer ein treuer Partner für unsere Fahrzeuge. Mitte der 90er waren unsere Dienstfahrzeuge noch Silber, heutzutage in einem schönen Rot, um unseren Slogan “Pflege mit Herz” noch deutlicher zu signalisieren. Im Mittelpunkt über die 30 Jahre standen immer unsere Patienten und dessen Versorgung und Wünsche.

Die medizinischen und pflegerischen Aufgaben umfassen die soziale und gesundheitliche Betreuung von Kranken, Behinderten, Pflegebedürftigen und älteren Bürger der Stadt Hettstedt und des Landkreises Mansfeld Südharz. Enge Zusammenarbeit besteht zwischen Verbänden der freien Wohlfahrtspflege / Behörden / Kranken und Pflegekassen / niedergelassenen Ärzten / Krankenhäusern und Einrichtungen der Altenpflege.

Die Betriebsleitung des Eigenbetriebes und der ambulante Pflegedienst befinden sich in angemieteten Räumlichkeiten des Ärztehauses der Schillerstr. 22. 

Der Bereich Service Wohnen wurde von den Bewohnern des Hauses Franz - Mehring- Straße 82 sehr gut angenommen und es ist mit einer weiteren Steigerung der Nachfrage in den folgenden Jahren zu rechnen. Das Service Wohnen ist seit Anfang Januar 2014 aufgrund der großen Nachfrage täglich von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr geöffnet. Die Bewohner des Hauses können neben Beschäftigungsangeboten alle Mahlzeiten in den Räumlichkeiten gemeinsam einnehmen, was der Vereinsamung der Bewohner entgegenwirkt.

Das persönliche Budget ermöglicht Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung anstelle einer Sach- und Dienstleistung eine Geldzuwendung. Der Empfänger des persönlichen Budget kann im Rahmen der vereinbarten Kriterien und Auflagen selbst entscheiden, wann er welchen Dienst oder welche Unterstützung durch einen Budgetanbieter nehmen möchte. Der Budgetnehmer hat die Möglichkeit Leistungen und Hilfen bei der Arbeit und Beschäftigung, lebenspraktische Anleitung, Bildung, psychosoziale Hilfen, Freizeit und pflegerische Hilfen zu erhalten. Die Höhe des persönlichen Budget orientiert sich immer am individuellen Bedarf jedes einzelnen Budgetnehmers. Das persönliche Budget soll Menschen mit Behinderung die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben wieder ermöglichen. Wer sich für das persönliche Budget entscheidet, kann das Geld für so unterschiedliche Dinge wie Hilfen im Haushalt, Assistenz bei der Arbeit oder Ausbildung, Kino- und Theaterbesuche verwenden. Mancher wird auf diesem Weg der Unterstützung ein Heimleben vermeiden oder sogar der Weg aus dem Heim in die eigene Wohnung geebnet. Grundsätzlich kann jedoch auch jemand, der in einer Einrichtung lebt, das persönliche Budget beantragen. Mit der Integrierung dieses neuen Bereiches, können wir den Betroffenen eine Umfangreiche Hilfestellung und Unterstützung anbieten und damit als Bestandteil unserer Stadt Hettstedt einen weiteren Beitrag leisten, den hilfebedürftigen Menschen zur Seite zu stehen. 

Ab dem 01.05.2018 bieten wir einen neuen Bereich (ABW) an, den wir mit der Sozialagentur Halle vereinbart haben. ABW gliedert sich in folgende Bereiche auf. >> ABWskM >> Ambulant Betreutes Wohnen für Menschen mit wesentlichen seelischen und seelischen und mehrfachen Behinderungen infolge von Sucht >> ABWsbM >> Ambulant Betreutes Wohnen für Menschen mit wesentlichen seelischen und seelischen und mehrfachen Behinderungen >> ABWgbM >> Ambulant Betreutes Wohnen für Menschen mit wesentlichen geistigen und geistigen und mehrfachen Behinderungen >> AGMsbm >> Ambulant Betreute Gruppenmaßnahmen für Menschen mit wesentlichen seelischen und seelischen und mehrfachen Behinderungen Diese Leistungen soll es Behinderten oder von Behinderung bedrohten Menschen ermöglichen, weitestgehend selbstständig in eigener Wohnung zu leben. Somit soll ein Aufenthalt in einer stationären Einrichtung vermieden werden. Außerdem kann diese Hilfsform es auch ermöglichen, nach einer stationären Behandlung (z.B. Suchtklinik) oder Aufenthalt in einem Wohnheim wieder ins selbständige Wohnen zurückzukehren. Um diese Hilfe zu bekommen, ist ein Antrag beim Sozialhilfeträger zu stellen. Dieser zahlt die Leistung wenn ein Hilfebedarf besteht.

17.12.1990Gründung

Der Eigenbetrieb Sozialstation in seiner jetzigen Form war nicht immer ein Eigenbetrieb der Stadt Hettstedt. Damals zum 17.12.1990 entstand die Gründung durch ein paar Gemeindeschwestern.

Früh morgens noch Gemeindeschwestern, nachmittags Eröffnung der Sozialstation mit 6 Krankenschwestern. Und abends schon die Versorgung der ersten Patienten. So geschwind fand die Umstellung am 17.12.1990 statt.

Seit dem Jahreswechsel 1991 konnten die Arbeitsbedingungen ständig verbessert werden. Die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung entwickelte sich sehr positiv. So wurde der Sozialstation Mitte Februar 1991 ein Pkw Wartburg 1,3 vom Bürgermeister Lotzwig übergeben.

Es herrschte natürlich große Freude in der Sozialstation, ohne Kfz können weder alle Kranken betreut werden, noch die Riesenpakete von Verbandsmaterialien getragen werden.

1992

1992 war die Sozialstation stolzer Besitzer von drei funkelnagelneuen Pkw VW Polo. Zehn Kilometer und mehr legten die Frauen Tag für Tag zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück, sofern sie kein Privatfahrzeug besaßen. Beladen mit einigen Kilogramm Gepäck, denn die 25 bis 30 Patienten benötigten jeder für sich einen unterschiedlichen Aufwand an Pflegematerialien.

2003

Am 01.03.2003 wurde unsere Einrichtung zum Eigenbetrieb umgewandelt.

2005

In Zusammenarbeit mit der Wohnungsgesellschaft Hettstedt mbH entstand am 01.02.2005 im Objekt Franz - Mehring - Str. 82 unsere Kurzzeit und Tagespflege. Zum damaligen Zeitpunkt entstanden in diesem Objekt eine Kurzzeitpflege mit 15 Plätzen und eine Tagespflege mit 10 Plätzen.

2007

Am 01.10.2007 wurde die Kurzzeitpflege in eine vollstationäre Pflege mit 20 Pflegezimmern umgewandelt. Im Bedarfsfall konnten die Betten der vollstationären Pflege in eingestreute Kurzzeitpflege Betten umgewandelt werden.

2008

Im 01.07.2008 wurde erstmals die Leistungen für Betreuung (§45B) durch uns als Sozialstation für unsere Patienten angeboten. Die Nachfrage für diese Unterstützung war anfangs sehr groß und Wuchs über die Jahre immer weiter.

2010

Trotz der Umwandlung 2007 war der Bedarf an Pflegeplätzen bei uns weiter hoch. Der Bedarf war so groß, das durch bauliche Veränderungen die Plätze von 15 auf 20 Betten erhöht werden konnte. Nach umfangreichen Umbauarbeiten wurde am 01.11.2010 die Tagespflege in der Franz - Mehring - Str. 82 in einem angrenzenden Gebäude errichtet und der Bereich “Service Wohnen” in der 2. Etage in Verbindung zum Haupthaus geschaffen. Durch diese Bauphase konnte nicht nur die Kapazität der stationären Pflege auf 20 Betten erhöht werden, sondern die Tagespflege auf 15 Plätze gesteigert werden. Zudem entstand darüber ein gemütlicher, heller und freundlicher Bereich für die Mieter des Hauses für ihre sozialen Kontakte.

2012

Erschaffung eines neuen Bereiches “persönliches Budget”. Zu der damaligen Zeit wurde das persönliche Budget durch uns als Eigenbetrieb Sozialstation Hettstedt als einziges Unternehmen im Landkreis angeboten.

2015

Erschaffung eines neuen Angebotes für unsere Senioren. Zusätzlich zu den Einzelleistungen über § 45B bestand nun die Möglichkeit für unsere Patienten, die Nutzung von Gruppenausflügen aller 14 Tage zu den unterschiedlichsten Veranstaltungen und Lokalitäten zu nutzen.

2018

Am 01.05.2018 wurde das persönliche Budget bedingt des guten Zuwachses erweitert durch eine weitere Form zur Unterstützung. Es wurde das ABW geschaffen, welches mit der Sozialagentur Halle vereinbart wurde.

2019

Am 02.05.2019 wurde bedingt der sehr guten Nachfrage unserer Tagespflege ein neues Objekt geschaffen, in Kooperation mit der Wohnungsgesellschaft. Die bestehende Tagespflege zog von dem Objekt Franz - Mehring - Str. 82 in das neue Objekt Schillerstr. 22 und konnte dadurch seine Kapazität von 15 auf 20 Plätze erhöhen.